Gelände– und Oberflächenmodelle

Ein wesentlicher Vorteil von ALS besteht darin, dass ein Teil des ausgesendeten Laserpulses auch Vegetation durchdringt und somit auch die Erfassung und Abbildung des durch Vegetation bedeckten Bodens möglich ist. Das ist insbesondere für die Erstellung von Geländemodellen von Bedeutung.

Für die Berechnung von digitalen Geländemodellen (DGM oder engl. DTM) werden üblicherweise die last– und only–Echos verwendet, für digitale Oberflächenmodelle (DOM oder engl. DSM) die first– und only–Echos.

Geländemodelle beschreiben die Geländeoberfläche. Verwendung als Planungsgrundlage, zur Dokumentation der Topografie, erforderlich bei der Rektifizierung (Entzerrung) von Luftbildern. Das entzerrte Bild wird als Orthofoto bezeichnet.


Geländemodelle und abgeleitete Produkte:

– (regelmäßige) Rastermodelle: theoretisch in jeder Rasterweite möglich. Im Gegensatz zur 3D–Punktwolke sind Rastermodelle allerdings nur 2,5D–Daten. Das bedeutet, dass z.B. Überhänge nicht korrekt widergegeben werden können.

– TIN (Triangulated Irregular Network = unregelmäßiges Dreiecksnetz): Dreiecksvermaschung – eine andere Möglichkeit zur Modellierung von Oberflächen

– Schichtenlinienmodelle

– Bruchkanten (Geländekanten): Bruchkanten können viel detaillierter und genauer aufgezeichnet werden, als dies bei einer terrestrischen Vermessung machbar ist, da die Entfernung zwischen den einzelnen Messpunkten / Stützpunkten von › mehreren Metern theoretisch bis auf wenige Zentimeter verdichtet werden kann

– Profilschnitte

– Volumsberechnungen, Differenzmodelle

– Neigungsmodelle